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Reportage Kippe Straßenmagazin Leipzig


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Ich habe letzten Montag, in Leipzig die Redaktion des Straßenmagazins die "Kippe" fotografiert... Danach bin ich noch mit einer Straßenverkäuferin mitgegangen... War ein sehr krasses Erlebnis für mich...

 

Die ganze Reportage seht ihr hier:

http://martin-neuhof.com/portfolio/stra ... e-leipzig/

 

Meine Favoriten sind folgende:

 

 

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ich kann mich mit der bearbeitung nicht anfreunden. das wirkt so "dreckig" und gewollt "rauschig". bilder 2 und 4 finde ich am besten, da stimmt die verbindung zum betrachter. der rest wirkt mehr so snapshot mäßig. die frau schaut interessant aus und ich hätte auf jedenfall ein nahes portrait von ihr gemacht :)

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joah schließ mich da an ... ich finds prinzipiell ok durchgezogen, aber der bildstil spricht mich nicht an. du machst eine repotage aus dem hier und jetzt - glaub das sollte sich auch widerspiegeln in den bildern, mit der bearbeitung sieht es eher nach vergangenheit aus - aber die Problematiken Altersarmut etc. sind eben sehr aktuelle Themen die dann auch gerne vom Look her vermitteln, dass es um die Gegenwart geht.

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Finde es immer mutig, sich mit solch tieferen Themen aus der Komfortzone heraus zu wagen. Von daher Respekt für den schönen Ansatz und das Thema, das sicher kein einfaches ist...

Ich tu mich dennoch etwas schwer, so ganz deinem roten Faden zu folgen. Was war dein Ziel für die Strecke? Du kratzt recht viele Motive/Themen an, von denen ich mir nicht ganz sicher bin, ob du sie dann auch in ihrer Tiefe bedienst. Ich nehm mir mal die Freiheit, das in meinem ersten "offiziellen" Beitrag etwas in die Breite zu treten... ;)

 

Klar, dein wesentliches Thema dreht sich um Obdachlosigkeit, soziale Not und besonders um die Frage des Ausbruchs daraus. Das Magazin ist hier das Mittel zum Zweck, in das ein paar dieser Wünsche projiziert werden dürfen.

Gerade deshalb würde ich mir trotz der offensichtlichen Benachteiligung eine Art würdevollen Funken in den Menschen wünschen. Sie brennen sicher für etwas, haben Träume, Visionen und Stolz. Das macht uns zu Menschen. Bild vier trifft genau diese Stimmung und ich kann die Würde der Frau sehen; es erzählt angenehm zurückgenommen von ihren Träumen und Wünschen. Darin finde ich mich als Betrachter am ehesten wieder; es baut mir eine empathische Brücke in eine sonst verborgene - dennoch topaktuelle - Welt.

Bild zwei schlägt gegenteilige Töne an: Plakativ und distanziert, wie ich finde, reduziert es mir die Persönlichkeiten der beiden Herren stark auf Offensichtliches und das Erwartbare. Hier spüre ich eine regelrechte Distanz, so dass man sich fragt, ob der gewählte Moment dem Wesen der beiden gerecht wird.

 

Als weiteres "schweres" Motiv schwingt die Akzeptanz der Öffentlichkeit mit: Bild 9 geht da etwas unter die Haut und lässt erahnen, was du miterlebt haben musst, dass du von einem krassen Erlebnis schreibst. In seiner Alltäglichkeit ist das wieder ein Bild in dem ich mich als Betrachter gespiegelt fühlen kann: erstmal Skepsis und Ablehnung gegenüber dem Anderen und der Armut. Wer sich ihr Gesicht anschaut, stellt sich vielleicht die Frage, wie viel Abweisung ein Mensch auf Dauer verträgt. Bilder 7 und 10 schlagen in die gleiche Kerbe. Zwischen so viel düsterer Ausweglosigkeit könnte ein Erfolgsmoment die Geschichte etwas ausbalancieren. Eine Perspektive zu geben scheint mir nämlich eines der wesentlichen Ziele des Magazins zu sein.

 

Als Betrachter bleibe ich in einigen Bildern entfernter Beobachter. Gesellschaftliche Akzeptanz Benachteiligter zum Thema zu machen setzt auch voraus, diese Distanz mit den Bildern selber zu überbrücken. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mich die Bilder (ausgenommen Bild 4) so richtig in die Nähe deiner Sujets führen. Ist vielleicht am Ende auch eine Frage des eigenen Geschmacks. Die Themen sind zwar angeschnitten und bedienen eine Erwartung - ohne aber dass ich so recht eine weiterführende Einordnung oder gar Bewertung daraus ziehen könnte.

 

Und dennoch - wie gesagt - find ich es cool, dass du dich eines solchen Themas annimmst. In der Zusammenstellung deiner Serie (auch die erweiterte Form im Blog) hast du dir Mühe gegeben und so trägt der Wechsel aus Details, Emotionen und Übersicht sicher zu erzählerischer Spannung bei.

Auch wenn ihr von mir noch nicht viel gelesen habt, verfolge ich die Galerie schon eine Weile und finde, dass gerade solch reportagige Strecken sehr zum Nachdenken anregen können. Mag sowas gern. Die Bilder, die du aus Uganda mitgebracht hast, fand ich in dieser Hinsicht stark. Würd mich freuen, weiterhin mehr in die Richtung zu sehen! :luxthumbsup:

 

Sven grüßt.

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